Wildnistourer

Expeditionen, Abenteuertouren, Survival, Bushcraft, Abenteuer Events

Beachtet bei allen Outdooraktivitäten bitte immer die gesetzlichen Regelungen und Vorgaben und eventuelle Naturschutzgesetze!


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Dienstag, 16. Dezember 2014

Teilnahme an Expeditionen

Viele möchten ja gerne mal an einer richtigen Expedtion teilnehmen, aber was gehört eigentlcih dazu?

Zuerst unterscheiden wir einmal zwei Kategorien:

  • die Abenteuer Expedition
  • die wissenschaftliche Expedition
 Die Abenteuer Expedition:

Diese Expeditionsform hat in der Regel keine wissenschaftlichen Ziele, sondern dient der Überwindung von Strecken in Wildnisgebieten.
Diese Expeditionen werden mit Fahrzeugen, zu Fuß, mit Kanu oder auch schon mal mit Pferden durchgeführt.
Meistens besteht die Teilnehmergruppe aus abenteurlustigen Outdoorfreunden, die auch schon einige Erfahrungen gesammelt haben.

Die wissenschaftliche Expedition:

Bei diesen Expeditionen sind meist recht viele Menschen beteiligt. Sie kommen aus verschiedenen Berufszweigen und verfolgen mit der Expedition wissenschaftliche Ziele durch Erkundung.

Diese Expeditionen führen sehr viel, z.T. auch schweres Material mit sich. Es gibt hier auch ganz genaue Aufgabenbereiche und Hierachien. 


Generelle Voraussetzungen:

  • körperliche Fitness
  • Teamfähigkeit
  • hohe Leistungs-, Arbeitsbereitschaft
  • hohe soziale Kompetenz
  • Zielorientierung
  • erweiterte Outdoorkenntnisse (Survival, Bushcraf
  • erweiterte Erste Hilfe Kenntnisse
Wer an einer Expedition teilnehmen möchte, muß sich selbst sehr gut darauf vorbereiten und sich mit dem Grund der Expedition auch identifizieren können. Die Vorbereitungsphasen sind recht lang, bis zu mehreren Jahren und erfordern daher auch eine gewisse Portion Geduld.
Manche Expeditionen erstrecken sich über längere Zeiträume, in denen oft auch kaum Kommunikationsmöglichkeiten mit den Familienangehörigen bestehen.
Deshalb ist es wichtig, mit dem Partner/Partnerin vorher alles zu klären.
Ein Ausstieg während einer Expedition ist fast unmöglich, außer unter extremen medizinischen Gegebenheiten.

Bevor man sich für größere Expeditionen bewirbt, sollte man an kleineren, abenteuerorientierten Expeditionen teilnehmen. Bei diesen Expeditionen verdient man zwar fast nie Geld, eher muß man sich finanziell beteiligen, aber sie bieten eine solide Basis.

häufig gesuchte Positionen:

  • Ärzte
  • Medizinisches Hilfspersonal
  • Mechaniker (KFZ, Geräte)
  • Koch 
  • Küchenpersonal
  • erfahrene Offroad LKW Fahrer
  • Techniker allgemein
  • Outdoorexperten mit länderspezifischen Erfahrungen











privates Notfall-, und Krisenmanagement

Dieser Post bezieht sich nur auf den privaten Sektor und das Zuhause

Es geht hier nur um die Verhaltensweisen bzw. Planungen für verschiedene Notfälle-, oder Krisensituationen.

Zu den folgenden Ausführungen wird es unter den Lesern bestimmt hunderte verschiedene Meinungen geben, das ist auch ok. Ich schreibe hier meine Überlegungen auf, die zum Teil auch auf Notsituationen beruhen, die ich selbst schon in vielen Auslandsaufenthalten miterlebt habe. Eine 100%  Lösung gibt es m.M.n. sowieso nicht!"

1. Naturkatastrophen, wie z.B. Überschwemmungen, Erdbeben o.ä.

Diese Notfälle treten, je nach Aufenthaltssituation recht selten ein und daueren in der Regel nur ein paar Tage. Offizielle Hilfsstationen werden relativ schnell eingerichtet und man muß daher nicht so allzuviel mitschleppen. 

In diesen Fällen gilt, so schnell wie möglich die Gefahrenbereiche zu verlassen.
Große Wertgegenstände lassen sich in der Kürze der Zeit oft nicht retten, bzw. man kann versuchen, alles schnell so zu verstauen, das es halbwegs sicher verpackt ist.
Was ist mitzunehmen?
Auf jeden Fall sollten die wichtigsten Papiere mitgenommen werden, Ausweise, Versicherungsunterlagen. Evtl. ein wenig Lebensmittel zur Überbrückung bis zum Erreichen eines Sammelpunktes und der Wartezeit bis zum geordneten Ablauf in einem Sammelzentrum.

Eine weitere Möglichkeit ist die "Flucht" zu Freunden, Bekannten oder anderen Familienangehörigen, die außerhalb, aber dennoch in relativer Nähe der Gefahrengebietes leben.

Überlebenschanchen: an die 100%
Survivallevel: 0-1 (bei richtiger und ruhiger Vorbereitung)


2. Kriegsszenarien

Zu den Kriegsszenarien zähle ich, der Einfacheit halber auch, Revolutionen, Aufstände etc.. 

Eine solche Situastion ensteht in der Regel nicht innerhalb einiger weniger Stunden, daher bleibt genug Zeit, sich auf das Szenario vorzubereiten.

Kriege betreffen anfangs besonders große Städte mit großen Industrien etc., in diesen Regionen müssen die betroffenen Menschen schneller reagieren, als die Bewohner in entlegeneren Dorfgebieten.

Zur "Flucht" aus diesen Gebieten:

Bevor ich nun also flüchte, sollte ich im Vorfeld folgende Punkte bedenken:

  1. Wohin und wie will ich flüchten?
  2. Wie sicher ist meine Fluchtarea?
  3. Wie lange muß ich u.U. dort ausharren und durchhalten?
  4. Was brauche ich? 
  5. Andere Menschen

 Zu 1:

Spontan einen geigneten Platz zu finden ist sehr schwierig, viele Prepper haben schon lange vorher ihren Platz gesucht und eingerichtet. Auf blauen Dunst hin loszuziehen halte ich eher für gefährlich. Wer sich mit diesen Themen vorher nie beschäftigt hat, sollte sich an die offiziellen Maßnahmen oder Stellen halten.

Wie flüchte ich? Zu Fuß, mit einem KFZ oder mit anderen Transportmitteln?
Die Entscheidung ergibt sich aus der Lage, z.B. sind Straßen überhaupt noch frei? Dieser Punkt kann nur spontan entschieden werden.

Zu 2:

Pi mal Daumen gilt, je geringer die Bevölkerung, desto sicherer ist das Gebiet. Angriffe richten sich meistens gegen "interessante" Ziele und größtmögliche Schäden anzurichten.
Also sollte der Platz so abgelegen wie möglich sein. 
Auch hier kenne ich Prepper, die sich eine solche Fluchtarea ausgesucht haben und dort auch einige Zeit mit Vorbereitungen verbringen. Einige legen kleine Lagerstätten an, bauen sich halbwegs feste und sichere Shelter, haben das Gelände weiträumig erkundet.
Wie schnell kann ich meine Fluchtarea verlassen, um einen anderen sicheren Ort zu erreichen?

zu 3:

dazu kann wohl niemand eine richtige Aussage machen, daher ist es wichtig, die Fluchtarea genauestens zu kennen. Kann man dort genügend Essbares finden, ist evtl. sogar ein hoher Wildbestand vorhanden?

zu 4:
zu diesem Thema gibt es im Internet 1000de Posts und Threads. Die Entscheidung, was mitgenommen werden muß, sollte jeder für sich selbst entscheiden.
Was in vielen Listen fehlt, sind die
- wichtigsten Papiere und Dokumente
- ich empfehle auch Schmuck mitzunehmen, da man diesen oft auch gegen andere Dinge   eintauschen kann, Geld sollte man auch mitnehmen. Eine Versorgung mit Geld kann schnell ausbleiben.

ansonsten:
  • Nahrung
  • Werkzeug
  • Garderobe
zu 5:

ich selbst habe einige Freunde, mit denen wir (meine Frau und ich) einen Plan zurechtgelegt haben. Wir würden gemeinsam gehen.
Insgesamt wären wir 8 Personen. Es gibt gemeinsame Pläne über Ausrüstung, Nahrungsmittel etc.

Vorteile einer kleinen Gruppe:

  • mehr Material
  • mehr Sicherheit
  • mehr Wissen
  • mehr sozialer Kontakt


Nachteile:

  • höherer Bedarf an Lebensmiteln
  • höherer Streitfaktor ( zwischenmenschliche Probleme etc.)
  • größerer Fluchtplatz nötig

























 

Sonntag, 14. Dezember 2014

Expeditionen mit Pferd Teil 1

In einigen Teilen dieser Welt bietet sich das Pferd als Transportmittel sehr gut an.
Ein Pferd bietet viele Vorteile:

- näher an der Natur
- "langsames" und dadurch intensiveres Entdecken
- besonderes Abenteuergefühl
- unabhängig von Treibstoff

Für längere Touren benötigt man ein Reitpferd und ein Packpferd, vorteilhaft ist es, wenn beide Pferde auf beiden Positionen laufen können.

Da das Packpferd eine recht schwere Last zu tragen hat, sollte besonders auf die Passgenauigkeit und Qualität des Packsattels geachtet werden. Aus Erfahrung kann ich sagen, das sich die Investition bezahlbar macht.

Sehr gute, massgefertigte Packsättel bekommt man unter anderem hier:

Source: los tres




Eine weitere interessante Seite zum Thema Packsättel heißt "verwandert.de"
Hier gibts gute Berichte und Links zu Packsätteln vom Esel über Pony bis zum Großpferd.



Source: verwandert.de
























Heavy Duty Sleds für Expeditionen

Die Heavy Duty Expeditionsschlitten sind für große wissenschaftliche Expeditionen konstruiert. Hiermit können auch die sehr schweren Materialien und Ausrüstungen gut und sicher transportiert werden.

http://www.snowsled.com/komatik-trailer-sleds/

http://www.snowsled.com/nansen-sleds/

                                  Source: All Pictures from SNOWSLED LTD.

http://www.snowsled.com/

Expeditions Zelte / Expedition Tent von/from Shelter Systems

Große Touren und Expeditionen erfordern besondere Zelte und Unterkünfte, die nicht nur zum Schlafen benutzt werden. Die Domes von Shelter Systems bieten hier allerbeste Möglichkeiten auch den gesamten Office Bereich, Gruppenräume etc. aufzubauen und somit ein komfortables Expeditionscamp zu errichten.









Sources: Text and Pictures all from Shelter Systems

Safari Tent von Barebones

Für 1999 USD ein wirklich tolles Safari Zelt mit enormen Ausmaßen.

Source: Barebones


Survival in Australia

Viele träumen davon, mal im australischen Outback unterwegs zu sein. Wer es wirklich vorhat, sollte sich allerdings vorher schlau machen und evtl. vor der Tour einen kleinen Survival Kurs vor Ort machen. Ich habe hier einen interessanten Experten für euch gefunden. Es ist Bob Cooper und er zählt zu Australiens Survival Experten.

http://www.bobcoopersurvival.com/

Hier noch ein Beispielvideo von Bob Cooper:

http://youtu.be/nzM6YgtPmEg


Unsere Bug Out Vorbereitungen

Mein Bug out Bag ist lediglich eine Umhängetasche, in der ich die wichtigsten Fasmilienunterlagen aufbewahre. Dieses Bug Out Bag ist eigentlich nur für den Fall, falls mal ein Feuer ausbrechen sollte, Wasserrohrbruch, Bombenentschärfungen etc.. Das wichtigste sind die Dokumente, Policen etc.,. Dazu befinden sich in der Tasche immer einige Energieriegel, für den Fall, das man mal evakuiert werden sollte.

Ein Katastrophen Bug Out Bag habe ich nicht immer fertig gepackt, da in unserem Land ein solcher nicht unbedingt zum Standard gehören muß. Sollte ich wirklich mal einen brauchen, kann ich für alle Familienmitglieder innerhalb von 10-15 min je einen zusammenstellen.
Alle Bushcraft/Survival Ausrüstungsgegenstände bewahre ich in einem großen Schrank auf. Dort ist alles nach Artikeln geordnet, sodaß ich auch nicht lange suchen muß.

Auf einem Foto kann man den Inhalt des Schranks nicht wirklich erkennen, daher gibts eine Zeichnung.

Anmerkung zu den Rucksäcken, 1x 75l, 1x 55l, 1x 35l
Hier habe ich meine gesamten Outdoorsachen recht übersichtlich verstaut und jederzeit griffbereit.
Man hat auch in Notfällen immer eine Zeitspanne, in der man in Ruhe etwas zusammenpacken kann, vorausgesetzt, man hat einen Plan, wie man vorgehen möchte.
 

Für ein Bug Out Szenario ist es wichtig, das alle anfallenden Aufgaben sinnvoll an die Familienmitglieder verteilt werden. Diesen Ablauf sollte man vorher besprechen und festlegen und ggf. auch mal üben.

Bei uns ist es mittlerweile so.
Wir sind zu zweit, daher haben wir folgende Aufteilung:

Ich:                                                             meine Frau:
Rucksack 75l                                              Rucksack 55l + kleine Reistasche
- Ausrüstung                                               - Basisgarderobe
- Dokumententasche                                   - Medikamente (Schmerzmittel etc.)
- Verpflegung                                              - Hygieneartikel
- Fahrzeug                                                  - ggf. Telefonate für Treffpunkte o.ä.



:




Gewicht oder Verzicht

Gewicht oder Verzicht

Ein paar Gedanken und Erfahrungen zum Thema Gepäck und Gewicht.
Es wird viel diskutiert, was man an Ausrüstung für eine Tour einpacken soll. Es gibt tausende Packlisten für Tagestouren, Wochenendtouren und lange Reisen.
Das Gewicht spielt bei allen Diskussionen eine große Rolle, denn ein jeder hat dazu seine eigene Meinung. Ich denke, man kann und darf das Gepäck und die Ausrüstung niemals pauschalisieren, jeder Mensch hat andere Ansprüche und Vorstellungen. Bei der Planung  von Packlisten müssen einige Faktoren berücksichtigt werden.

Zu berücksichtigende Faktoren:

Grund der Tour
Freizeit, Expedition, Notfallsituation, Solo oder mit anderen Personen

Jahreszeit
Überwiegende Wetterverhältnisse

Geplante Etappenlänge

Geografische Verhältnisse
Hügellandschaft, Ebene, bergige Landschaft, Gebirgslandschaft, Wasserlandschaft, Waldgebiet, Wüstengebiet

 
Eigene körperliche Voraussetzungen
Ziele:
Spaß, Naturerkundung, Überleben eines Notfalls/Katastrophe, Familienerlebnis
Ausprobieren von  Ausrüstungen und  Ausrüstungsgegenständen, wissenschaftliche Erkundungen


Diese Liste ist mit Sicherheit noch nicht vollständig, zeigt aber doch schon klar auf, was alles zu bedenken ist.


 Was spricht für mehr Gewicht?       Was spricht gegen Gewicht?

- Mehr Ausrüstung                             - Traglast hoch
- Mehr Nahrung                                  - schnelle Nahrungsherstellung
- Mehr Werkzeug                                - einfacheres arbeiten
- Mehr Komfort im Camp                    - kürzere Etappenlängen
- weniger Aufwand Nahrung


 Was spricht für Verzicht?                Was spricht gegen Verzicht?

- schnelleres Vorankommen             - mehr Aufwand für Nahrungssuche etc.
- längere Etappenlängen                  - weniger Werkzeughilfsmittel
- mehr Bewegungsfreiheit                - wichtige Dinge fehlen für den Notfall
- mehr "Abenteuer"                        


In unseren Gefilden kann dem engagierten Wanderer oder Bushcrafter im Grunde genommen nichts passieren, da man sehr schnell den nächsten Ort erreichen kann, auch ist es fast überall möglich per Handy einen Notruf abzusetzen.

Etwas anders ist die Situation bei Touren im Gebirge. Im Gebirge kann es durch plötzliche Wetterumschwünge schnell zu Notfällen kommen, d.h. hier sollte man genau abwägen, ob man nicht doch lieber etwas mehr mitnimmt und sich dadurch mehr "auf der sicheren Seite" befindet. Ein Verzicht könnte lebensbedrohliche Folgen haben.

Touren oder Unternehmungen wo mehr Gewicht angeraten ist:

- Gebirgstouren
- längere Erkundungstouren in einsamen Gebieten
- längere Wanderungen in einsamen Gebieten

Mit Transportmitteln:

auch wenn man mit Transportmitteln unterwegs ist, spielt die Gewichtsfrage eine große Rolle. Hier ist man allerdings nicht explizit auf die Körperkraft angewiesen. Aber auch hier gilt, mehr Gewicht kann mehr Sicherheit und Überlebenschancen bieten.

- Hundeschlittentourer in einsamen Gebieten
- längere Wanderungen in einsamen Gebieten
- längere Segeltörns bei Booten ohne Zusatzmotor
- Wüstenfahrten

















Samstag, 13. Dezember 2014

Survival vs. Bushcraft

Oft werden diese beiden Begriffe in einem Atemzug genannt oder sogar gleich behandelt, dabei gibt es viele gravierende Unterschiede.