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Sonntag, 14. Dezember 2014

Gewicht oder Verzicht

Gewicht oder Verzicht

Ein paar Gedanken und Erfahrungen zum Thema Gepäck und Gewicht.
Es wird viel diskutiert, was man an Ausrüstung für eine Tour einpacken soll. Es gibt tausende Packlisten für Tagestouren, Wochenendtouren und lange Reisen.
Das Gewicht spielt bei allen Diskussionen eine große Rolle, denn ein jeder hat dazu seine eigene Meinung. Ich denke, man kann und darf das Gepäck und die Ausrüstung niemals pauschalisieren, jeder Mensch hat andere Ansprüche und Vorstellungen. Bei der Planung  von Packlisten müssen einige Faktoren berücksichtigt werden.

Zu berücksichtigende Faktoren:

Grund der Tour
Freizeit, Expedition, Notfallsituation, Solo oder mit anderen Personen

Jahreszeit
Überwiegende Wetterverhältnisse

Geplante Etappenlänge

Geografische Verhältnisse
Hügellandschaft, Ebene, bergige Landschaft, Gebirgslandschaft, Wasserlandschaft, Waldgebiet, Wüstengebiet

 
Eigene körperliche Voraussetzungen
Ziele:
Spaß, Naturerkundung, Überleben eines Notfalls/Katastrophe, Familienerlebnis
Ausprobieren von  Ausrüstungen und  Ausrüstungsgegenständen, wissenschaftliche Erkundungen


Diese Liste ist mit Sicherheit noch nicht vollständig, zeigt aber doch schon klar auf, was alles zu bedenken ist.


 Was spricht für mehr Gewicht?       Was spricht gegen Gewicht?

- Mehr Ausrüstung                             - Traglast hoch
- Mehr Nahrung                                  - schnelle Nahrungsherstellung
- Mehr Werkzeug                                - einfacheres arbeiten
- Mehr Komfort im Camp                    - kürzere Etappenlängen
- weniger Aufwand Nahrung


 Was spricht für Verzicht?                Was spricht gegen Verzicht?

- schnelleres Vorankommen             - mehr Aufwand für Nahrungssuche etc.
- längere Etappenlängen                  - weniger Werkzeughilfsmittel
- mehr Bewegungsfreiheit                - wichtige Dinge fehlen für den Notfall
- mehr "Abenteuer"                        


In unseren Gefilden kann dem engagierten Wanderer oder Bushcrafter im Grunde genommen nichts passieren, da man sehr schnell den nächsten Ort erreichen kann, auch ist es fast überall möglich per Handy einen Notruf abzusetzen.

Etwas anders ist die Situation bei Touren im Gebirge. Im Gebirge kann es durch plötzliche Wetterumschwünge schnell zu Notfällen kommen, d.h. hier sollte man genau abwägen, ob man nicht doch lieber etwas mehr mitnimmt und sich dadurch mehr "auf der sicheren Seite" befindet. Ein Verzicht könnte lebensbedrohliche Folgen haben.

Touren oder Unternehmungen wo mehr Gewicht angeraten ist:

- Gebirgstouren
- längere Erkundungstouren in einsamen Gebieten
- längere Wanderungen in einsamen Gebieten

Mit Transportmitteln:

auch wenn man mit Transportmitteln unterwegs ist, spielt die Gewichtsfrage eine große Rolle. Hier ist man allerdings nicht explizit auf die Körperkraft angewiesen. Aber auch hier gilt, mehr Gewicht kann mehr Sicherheit und Überlebenschancen bieten.

- Hundeschlittentourer in einsamen Gebieten
- längere Wanderungen in einsamen Gebieten
- längere Segeltörns bei Booten ohne Zusatzmotor
- Wüstenfahrten

















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